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Radtour Leipzig-Bautzen – ein Kleiner ganz groß

Am letzten Wochenende war es soweit. Konrad und ich fieberten schon seit geraumer Zeit auf dieses Wochenende hin. Wir wollten mit dem Fahrrad von Leipzig nach Bautzen fahren. Ob das Wetter hält, ob die Strecke gut geplant war und ob der Papa vielleicht doch die Kräfte seines Sohnes überschätzt hat – das alles waren Fragen, die erst am Ende der Tour beantwortet werden konnten.

Mama verabschiedete uns auf der Straße – der Rucksack war gut gepackt – alle waren wir etwas nervös – Oma wollte vom Balkon aus noch wissen, ob Konrad auch Handschuhe dabei hat.

Um es vorweg zu nehmen – alle Fragen konnten positiv beantwortet werden – außer die nach den Handschuhen. Am Freitag starteten wir also gegen 10:30 bei Nieselregen und 14 Grad und hatten über 80 Kilometer vor der Brust. Kaum hatten wir Leipzig in Richtung Holzhausen verlassen, kehrte Ruhe ein und wir genossen die Nebenstraßen – auch wenn es etwas pieselig war.

In Trebsen genehmigten wir uns ein schönes Mittagessen. In diesem Ort scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Es gab in der örtlichen Gastwirtschaft „Zum Anker“ echte Hausmannskost wie zu sehr frühen Zeiten. Dabei war es gar nicht so gut, dass wir uns hier die Mägen voll schlugen – schließlich folgten die harten Prüfungen noch an diesem Tag. Aber eine Rolle Traubenzucker aus der Trebsener Apotheke baute Konrad wieder auf.

Danach ging es jedoch richtig los. Kurz hinter Trebsen führte uns das von Google gespeiste Navi in einen großen Wald. Es war matschig und es ging mindestens 10km den Berg hinauf. Als wir den Wald verließen waren wir in Colm und fuhren an einem großen Sendemast vorbei. Von nun an werden wir den Colmer Berg von der Autobahn aus mit anderen Augen sehen. Hinter Colm folgte Obercolm aber dann wurden wir mit einer 5km langen Abfahrt hinunter nach Oschatz belohnt. Hier im Wald war die einzig wirklich kritische Situation – aber Konrad hat sich wunderbar durchgekämpft. Die Abfahrt hat neue Kräfte freigesetzt und so rollten wir locker bis Riesa. Die Pension hier war klein aber okay. Wir spazierten noch etwas durch die Fußgänger-Promenade und entschieden uns am Ende für ein italienisch-indisches Restaurant, was Konrad gleich zu Beginn im Auge hatte. Es schmeckte vorzüglich und wir genossen die Zeit für Gespräche zwischen Vater und Sohn – irgendwie ahnten wir, dass es in den nächsten zwei Tagen noch viel besser werden sollte.

kurz_vor_Riesa

kurz vor Riesa

Und so kam es. Am zweiten Tag gab es Genussradeln an der Elbe entlang. Die Sonne schien – es gab Wind von hinten – wir legten sehr schnell alle überflüssigen Sachen ab und genossen den Elberadweg. In Dresden übernachteten wir in Blasewitz bei meinem Radkumpel Hendrik. Wir waren recht zeitig da und Hendrik wollte auch gern ne Runde drehen – Konrad war sowieso an diesem Tag noch nicht ausgelastet. Hendriks jüngste Tochter freute sich über einen gleichaltrigen Spielkameraden – also radelten wir noch etwas den Elberadweg entlang und kehrten zum wiederholten Mal zum Eisessen an diesem Tage ein. Mama war auch schon in Dresden und war stolz auf ihre beiden Männer!

Mittagspause in Meißen

Mittagspause in Meißen

unterwegs

unterwegs

Pause_in_DD_Konrad

Pause in Dresden – Konrad

Pause_in_DD_Papa

Pause in DD – Papa

Am Sonntag schließlich ging es nach Bautzen. Dieser Tag war mehr als sonnig – gleißendes Licht führte uns die Berge hinauf und hinunter. Die Grundstraße, ausgehend vom Elbufer in Dresden, bis hinauf nach Weißig war eine erste Prüfung für Konrad, aber er bestand sie, ohne abzusteigen. Danach ging es weiter nach dem Motto „auf und nieder immer wieder“ – in Bischofswerda gab es ein sportliches Eis und wir säuberten unsere Räder an der örtlichen Tankstelle. Somit kamen wie in Bautzen mit sauberen Rädern an – das Begrüßungskommitee war gut organisiert. Zwei Omas, ein Opa, die Mama und der kleine Bruder bereiteten uns einen ganz tollen Empfang mit selbst gebastelten Ziel-Schildern. Ein Reporter vom Fernsehen war da – man fühlte sich wie auf der Avenue des Champs-Élysées.

bald_sind_wir_da

bald sind wir da

Bautzen-Friedensbrücke

Bautzen-Friedensbrücke

Ortseingang_Bautzen

Ortseingang – Ziel

Konrad bekam als Tagessieger einen Pokal für 204 erfolgreiche Kilometer und Papa war glücklich, denn es wird nicht unsere letzte Mehrtages-Tour sein – vielleicht geht es nächstes Jahr zu unseren Verwandten in die Altmark. Konrad wollte schon mal wissen, wie weit es bis Paris ist 🙂

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Siegerpokal

Wir trainieren für Leipzig-Bautzen

Am 16./17. Mai testeten wir erstmalig eine längere Strecke. Am Freitag holte ich Konrad 15:30 von der Schule ab und wir fuhren um den Markkleeberger See und den neuen Radweg um den Störmthaler See. Die reichlich 46km waren für den Freitag nicht schlecht – zumal Konrad ja immer noch auf 20Zoll unterwegs ist. Am Samstag fuhren wir dann die lange geplante Runde um den Zwenkauer See. Zusammen mit Vale, seinem Schulkumpel, der sich am Ende auch durchgebissen hat. Zur Hälfte gab es ein Picknick am Trianon von Eytra. Mama und Friedrich waren da und kredenzten Speis und Trank.Radtour zum Trianon

Schlussendlich fehlten uns noch wenige Kilometer zur 50 – also fuhren wir noch zweimal den Fockeberg hinauf. Konrad hat alles ausgezeichnet verkraftet und freut sich immer noch auf unseren Saisonhöhepunkt. Der wird wahrscheinlich im Juli stattfinden.

Der Zwenkauer See und das Trianon von Eythra

Der Zwenkauer See gewinnt immer mehr an Anziehungskraft. Ist man mit breiten Reifen unterwegs kann man den See an der Tagebaukante umrunden – 22km lang ist die Runde:

ZwenckauerSeeKarteBei Belantis trifft man auf das Nordufer des Sees. Linksherum sind es 8,5km bis Zwenkau – rechts herum 13,5km. Ich habe mich heute für linksherum entschieden. Der Weg führt über wechselnden Belag – die Schotterpisten erfordern einiges an Aufmerksamkeit – aber es lohnt immer wieder den Blick über die renaturierte Tagebaulandschaft schweifen zu lassen. Bei Zwenkau wird es etwas unübersichtlich. Hier wird überall gebaut – die neuen Einfamilienhäuser machen irgendwie keinen anziehenden Eindruck auf mich – hier wohnen könnte ich nicht – nur schnell weiter. Kurze Zeit später ärgert man sich zunächst, dass ein glattes Asphaltband durch den Wald führt und irgendwie deplatziert wirkt. Aber dann wird es spannend. Man kommt nämlich nach Eythra – einen Ort, wo einmal 2100 Leute gewohnt haben und der ein Schloß nebst Schloßpark aufzuweisen hatte, der zu den schönsten Parkanlagen im Südraum von Leipzig gezählt hat. Leider ist von alldem nichts mehr zu sehen – aber es stehen überall Schilder, die in der Fantasie den alten Ort wieder entstehen lassen. Übrig geblieben ist noch das Trianon von Eythra – schon diese drei Säulen sind den Weg bis hierhin wert – früher war es das Ende einer Lindenbaum-Allee, die 600 Bäume umfasste – alles weiter kann man den folgenden Bildern entnehmen.

Trianon Trianon_Flasche

Schloss_GeschichteImmerhin befinden wir uns hier an der früheren sächsisch-preußischen Grenze – und ein tolles Plätzchen für ein Picknick ist es auch noch – das nächste Mal sind wir dann mit der ganzen Familie hier!

SächsPreußGrenze

 

 

katoju

13. Oktober 2013

katoju

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katoju

6. Oktober 2013

katoju

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